Mödlinger Symphonisches Orchester
Die Magie der Instrumentation in Ravels Boléro liegt in der meisterhaften Art und Weise, wie Ravel nur ein einziges Thema über die gesamte Komposition hinweg entwickelt und variiert. Für ihn war der Boléro zwar eines seiner unwichtigsten Werke, aber es ist stets sein beliebtestes geblieben. Die Melodie wurde sogar bei einem olympischen Eistanz verwendet.
Der Komponist Nino Rota ist für Musik in italienischen Filmen, z.B. „Der Pate“, bekannt. Er selbst verstand sich aber als klassischer Komponist. In Rotas Divertimento wandert der Kontrabass munter durch die Tonlagen: mal eilig hinauf, mal trotzig in brummige Tiefen und kann sogar „singen“. Der hervorragende junge Solist, Dominik Wagner, spielt dieses Stück mit Leidenschaft, leichtfüßig und sanft
Die 4. Symphonie von Johannes Brahms entstand in den Jahren 1884 und 1885 und ist das letzte Werk des Symphonikers Brahms. Während er im steirischen Mürzzuschlag komponierte, schrieb Johannes Brahms: „Ich fürchte nämlich, sie schmeckt nach dem hiesigen Klima – die Kirschen hier werden nicht süß […]“. Angedeutet wird der herbe und „elegische“ Charakter dieser Symphonie. Brahms erreicht in dieser Komposition eindrucksvolle orchestrale Kraft und sinfonische Pracht.
Lassen Sie sich durch das MSO und die Magie der Instrumentation faszinieren!
Rossinis turbulente Komödie ist in Algier um 1810 angesiedelt. Mustafà, der Bey von Algier, möchte das Herz der Italienerin Isabella erobern, die aber ihrerseits in den auch aus Italien stammenden Sklaven Lindoro verliebt ist. Bei einem Festmahl gelingt es Isabella, Mustafà mit reichlich Essen und Trinken so abzulenken, dass sie mit Lindoro fliehen kann.
Mozart sollte für den wohlhabenden Niederländer Dejean mehrere Stücke für Flöte schreiben. Diese gingen ihm aber nicht allzu leicht von der Hand, „für ein Instrument (das ich nicht leiden kann)“. Offenbar hat sich Mozart später damit doch angefreundet, denn in seiner letzten Oper steht die (Zauber)Flöte bekanntlich im Mittelpunkt.
Mendelssohns „Schottische“ Symphonie in a-Moll fängt die Stimmungen und Eindrücke ein, die ihn bei seinen Aufenthalten in Schottland bewegten. Eine stürmische Schifffahrt auf dem Meer und das raue Klima werden ebenso spürbar wie die ausgelassene Fröhlichkeit der Bewohner bei ihren Festen.
Der Flötist Eric Lamb ist international als Solist und Kammermusiker und als Lehrer tätig und unterrichtet an der Friedrich Gulda School of Music in Wien. Gastdirigent ist Jörg Birhance. Der vielseitige Musiker studierte u.a. bei Sergiu Celibidache und Hans Swarowsky.
Zum Jahreswechsel wollen wir Sie mitnehmen auf eine Reise nach Brasilien mit schwungvollen Rhythmen eines Bossa Nova, komponiert und dargeboten von einem brasilianischen Gitarristen und Sänger, der diese Musik im Blut hat.
Zweite Station machen wir in Aranjuez südlich von Madrid. Der Komponist hat ein empfindsames Konzert den Gärten des Palacio Real de Aranjuez gewidmet. Der Solist kann in dem Stück erneut seine Virtuosität beweisen.
Auf der Rückkehr nach Mödling machen wir einen Abstecher nach Köszeg, einer Partnerstadt Mödlings, und hören Musik im „Tempo di Mazurka“ des von dort stammenden Komponisten Johann Nykodem.
Animiert von der Reise und einem Glas Sekt in der Pause erfreuen wir uns an den Melodien, die uns Johann, Josef und Eduard Strauss geschenkt haben.
„Ich habe nun meine Trauer niedergelegt und sie ist mir genommen; ich habe meine Trauermusik vollendet als Seligpreisung der Leidtragenden.“ schrieb Johannes Brahms in einem Brief im Februar 1867.
Er war Mitte dreißig, als seine Mutter verstarb und er sich zur Komposition eines Requiems entschloss. Er vertraute darauf, dass seine Mutter das Seelenheil Gottes erlangen würde und schuf ein Werk für die Lebenden und deren Tröstung. Im Gegensatz zu den lateinischen Texten der katholischen Requien, die den Grundzügen der Messfeier folgen und Sorge und Bitte für die Verstorbenen in den Vordergrund stellen, fügte Brahms, bibelkundig wie er war, Zitate aus dem Alten und Neuen Testament in Martin Luthers Übersetzung aneinander, die den Hinterbliebenen, zunächst wohl ihm selbst, Trost spenden sollten. Dass er zu den Texten die passende Musik schrieb, ist nahe liegend; zwar gibt es düstere Passagen, doch legen sich darüber stets Freude und Zuversicht anstelle von Traurigkeit. Es ist Musik, die jederzeit jedes Herz erreicht.
Wollen wir nicht auch ohne traurigen Anlass manchmal getröstet werden?